Viele Eigentümer von Solaranlagen sind der Meinung, dass ein stabiles Montagesystem die Solaranlage vor Wind- und Wettereinflüssen ausreichend schützt. Dies ist jedoch nicht der Fall. Die Photovoltaikanlage muss zusätzlich noch durch eine Ballastierung geschützt werden. Es gibt verschiedene Arten von Ballastierungen, die immer individuell an die Art des Daches angepasst werden.

Was versteckt sich hinter dem Begriff Ballastierung und warum ist diese so wichtig?

Hinter der Ballastierung verstecken sich die Beschwerden der Solaranlage auf dem Hausdach. In der Regel kommt die Ballastierung eher bei Solaranlagen auf Flachdächern zum Einsatz, um sie vor Wind und Sturm zu schützen. Sollten Solaranlagen auf freien Flächen wie beispielsweise offenen Wiesen oder Feldern zum Einsatz kommen, dann müssen diese ebenfalls umfangreich ballastiert werden.

Warum muss eine Photovoltaik-Anlage richtig beschwert werden?

Um ein umfangreiches Ausmaß an Stabilität und Sicherheit garantieren zu können, ist es wichtig, die Photovoltaikanlage gegen die auftretende Windlast korrekt zu fixieren. Das Montagesystem sollte mit einer ausreichenden Beschwerung ausgestattet sein, um sowohl dem Winddruck als auch dem Windsog, der auf die Modulflächen einwirkt, standzuhalten.

Die Montagestystemen von Flachdächern und Schrägdächer unterscheiden sich deutlich. Auf einem Schrägdach werden die Solarmodule parallel zur Dachfläche installiert. Dies ist bei einem Flachdach anders. Beim Flachdach muss zuerst eine Unterkonstruktion angebracht werden. Dabei handelt es sich in der Regel um ein Metallgestell, das für mehr Stabilität sorgt. Die Montageform ist entscheidend, da durch sie der Ertrag des erzeugten Stroms optimiert werden kann.

Um die Photovoltaikanlage vor einem möglichen Kippen, Verschieben oder Anheben zu schützen, muss diese umfangreich gesichert und ballastiert werden. Dafür gibt es verschiedene Varianten. Sowohl die Verankerung direkt mit dem Dachstuhl als auch die Beschwerung mit Hilfe von adäquaten Lasten gehören zu den geeignetsten Lösungen.

Photovoltaik-Anlage richtig beschwert

Welche Ballastierung ist für eine PV-Anlage auf dem Flachdach geeignet?

Es ist sehr wichtig im Vorfeld genau zu wissen, wie hoch die Ballastierung der Solaranlage sein sollte, um ein ausreichendes Maß an Sicherheit garantieren zu können. Im Allgemeinen hängt die Ballastierung vom verwendeten Montagesystem zusammen. Man kann sagen, dass die Blasstierung zwischen 6 und 19 kg pro Quadratmeter liegen sollte. Sie ist von den folgenden Einflussfaktoren abhängig:

  • die entsprechende Windlastzone und Schneelastzone
  • die Höhe des Gebäudes
  • die Höhe der Attikawand
  • der Abstand zum Dachrand
  • die exakte Ausrichtung der PV Unterkonstruktion
  • der Neigungswinkel der einzelnen Aufständer
  • das geografische Umfeld

Dabei handelt es sich um die wichtigsten Einflussfaktoren, die im Vorfeld genau geprüft werden sollten. Sie müssen bei der Planung exakt berücksichtigt werden. Bevor mit den Installationsarbeiten begonnen werden kann, muss ein sogenannter Beschwerungs-Plan erstellt werden. Dieser sagt genau aus, wie die Ballastierungen platziert werden müssen.

Neben der korrekten Beschwerung spielt unter anderem auch das Gesamtgewicht der Solaranlage eine sehr wichtige Rolle. Sowohl die Solarmodule selbst als auch die Metallkonstruktion haben ein hohes Eigengewicht. Es muss genau geprüft werden, welche maximale Gesamtlast vom Hausdach getragen werden kann. Achten Sie darauf, dass die Dachbelastung Kapazität auf keinen Fall überschritten wird.

Ist eine Ballastierung auch für Solaranlagen auf schrägen Dächern notwendig?

Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Jedoch kann gesagt werden, dass die Solarmodule auf einem Schrägdach in den meisten Fällen parallel zur Dachfläche auf dem Montagesystem befestigt werden. Somit ist im Grunde genommen keine Ballastierung erforderlich. Sollten die Module jedoch mit einem erhöhten Neigungswinkel angebracht werden, dann ist es ratsam, auf die passende Ballastierung zu achten. Dies hängt immer ganz individuell von der Art des Hausdaches ab. Sollte sich der Hauseigentümer nicht sicher sein, dann wird empfohlen, die Situation von einem Fachmann genau überprüfen zu lassen.

Wie kann die Ballastierung der PV Anlage korrekt berechnet werden?

Hinter der exakten Berechnung der Belastung von Solaranlagen versteckt sich ein sehr komplexer Prozess. Dieser ist von verschiedenen Variablen abhängig, die genau miteinander verrechnet werden müssen. Mittlerweile gibt es jedoch unterschiedliche Simulationssoftwaren, die bei der Ermittlung der erforderlichen Beschwerung helfen können. Die Berechnung sollte in jedem Fall immer von Fachmännern durchgeführt werden. Sollte beispielsweise der Aufstellwinkel individuell angepasst werden, dann stimmt die Berechnung durch die Simulationssoftware nicht überein.

Ballastierung der PV Anlage korrekt berechnen

Wie werden Solaranlagen auf dem Hausdach ballastiert?

Die Solaranlagen können auf verschiedene Art und Weise ballastiert werden. Gerade auf Flachdächern eignen sich Ballaststeine optimal für die Ballastierung. Dabei handelt es sich um Betonplatten, die individuell platziert werden können. Sie sind in verschiedenen Gewichten und in unterschiedlichen Maßen erhältlich.

Zudem können auch Bordsteine oder Schwerbetonsteine auf Flachdächern zur Ballastierung zum Einsatz kommen. Die Platten oder Steine werden an ausgewählten Punkten direkt auf der Grundschiene des Montagesystems platziert. Je nach Bedarf und Ballastierungslast können diese auch gestapelt werden. Mittlerweile gibt es sogar Unterkonstruktionen, bei denen Ballaststeine direkt auf der Hinterseite des Leitblech platziert werden können.

Eine weitere Möglichkeit, die ebenfalls zur Ballastierung auf Flachdächern zum Einsatz kommt, ist Kies und Schott. Dieser wird entweder in Ballasttanks oder Kunststoffwannen gelagert.

Sollte die Ballastierung nicht korrekt geplant oder umgesetzt werden, dann kann dies zu erheblichen Schäden führen. Sowohl das Hausdach selbst als auch die Photovoltaikanlage können dadurch beschädigt werden. Gerade bei Flachdächern besteht eine sehr hohe Gefahr. Achten Sie deswegen immer auf eine richtige Ballastierung.

Welche Auswirkungen kann die falsche Ballastierung Gewicht haben?

Viele Hauseigentümer unterschätzen die Wichtigkeit der korrekten Ballastierung. Sowohl ein zu geringes Gewicht als auch ein zu hohes Gewicht können negative Folgen mit sich bringen.

Sollte die Ballastierung zu hoch sein, dann kann dies sowohl den Dachhaut als auch das Dach im Allgemeinen beschädigen. Das maximale Gewicht, das auf das Hausdach einwirken darf, sollte auf gar keinen Fall überschritten werden.

Sollte die Ballastierung zu gering sein, dann kann dies zum Verrutschen der Solarmodule oder des Montagegestells führen. Dies wiederum bringt erhebliche Schäden an der Solaranlage mit sich. Um dies zu umgehen, raten wir Ihnen, sich genau über die entsprechende Ballastierung beraten zu lassen.

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